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Zur heutigen Vorstellung der künftigen rheinland-pfälzischen Hochschullandschaft erklärt Johannes Klomann, wissenschafts- und hochschulpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion: „Die präsentierten, konkreten Vorschläge zur Weiterentwicklung der Hochschullandschaft sind überzeugend: Es werden die Universitäten und Hochschulen in Rheinland-Pfalz fachlich und strukturell voran gebracht. Verschiedene Ziele können erreicht werden: Das Spektrum von Studienangeboten und Forschungsaktivitäten wird erhöht, der hohe Grad an Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung wird weiter verbessert. Gut ist auch, dass Grundlage für die Neuerungen ein Expertenbericht im Rahmen des Hochschulzukunftsprogramms ist. Eine der größten Herausforderungen wird nun die Beendigung der Drei-Standort-Struktur der Universität Koblenz-Landau bis Oktober 2022 sein: Dementsprechend soll der Universitätsstandort Koblenz in Zukunft eigenständig werden, und der bisherige Standort in Landau soll mit der Technischen Universität Kaiserslautern zusammengeführt werden. In der Folge wird der jetzige Verwaltungsstandort der bisherigen Universität Koblenz-Landau in Mainz bis 2024 aufgelöst: Dass das Ministerium angekündigt hat, dass es in Mainz keine betriebsbedingten Kündigungen geben und den Beschäftigten im Bedarfsfall ein gleichwertiger Arbeitsplatz in Mainz angeboten wird, ist sehr zu begrüßen.“

Klomann sagt weiter: „In Sondierungsgesprächen haben die beiden Hochschulleitungen in Landau und Kaiserslautern viele Anknüpfungspunkte definiert, die zu einer sinnvollen Zusammenarbeit führen werden – zum Beispiel bei den Themen künstliche Intelligenz und Lernforschung. Damit der weitere Prozess der Zusammenführung gelingt, müssen alle Betroffenen eingebunden werden. Wichtig dabei ist, dass der anstehende Prozess auf Augenhöhe zwischen dem Standort Kaiserslautern und Landau stattfindet. Die zukünftige Universität Koblenz weist als Universität im Norden des Landes ein großes Potenzial auf. Es bieten sich Entwicklungsperspektiven etwa bei der Lehrerausbildung und im Fachbereich der Informatik, der mit 13 Professuren einer der größten seiner Art in Deutschland ist. Durch die Eigenständigkeit soll sich die Universität auch besser regional verankern können.“

Klomann begrüßt überdies die Vorschläge zur Profilschärfung der Universität Trier: „Die Potenziale in der Pflegewissenschaft und Archäologie wurden erkannt und werden in Zukunft ausgeschöpft. Sehr erfreulich ist auch die Situation an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz: Sie hat deutschlandweit eine herausragende Stellung in den Naturwissenschaften eingenommen. Das Land wird den erfolgreich eingeschlagenen Weg der letzten Jahre mit dem neu eingeführten Forschungsfonds weiter beschreiten.“

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